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Flachdächer

Auch bei Flachdächern zeigen sich Dichtigkeitsmängel und fehlerhafte Fugenabdichtungen erst im Nachhinein. Die jährliche Dachunterhaltskontrolle durch den Fachmann verhindert eine aufwendige oder totale Erneuerung des Flachdaches. Jede bestehende nassgewordene Wärmedämmung muss sofort ersetzt werden. Eine Verbesserung der Dämmung hingegen kann leicht und ohne Einfluss auf die Architektur ausgeführt werden. Ein Flachdach sollte mindestens 20 cm dick gedämmt sein. Das  geforderte Gefälle von 1.5% lässt sich im Bedarfsfall durch Dämmplatten mit integriertem Gefälle erhöhen.

Auf die Begehbarkeit ist zwingend Rücksicht zu nehmen. Einerseits ist der Trittschall zu dämpfen und andererseits sind der darunter liegende Dämmstoff und die Abdichtung mit Stein- oder Betonplatten respektive Holzlatten vor Druck und anderen mechanischen Einwirkungen zu schützen.

Vor der Installation einer Solaranlage auf Steil- und Flachdächern ist zu beachten, dass nur ein professioneller Dachdecker die Auswirkungen auf die Stabilität und die Dichtigkeit richtig einschätzen kann. Der frühzeitige Beizug des Fachmanns kann vor unliebsamen Überraschungen bewahren. Monteure von Solar- und Photovoltaik-Anlagen stossen nämlich häufig auf morsche Tragkonstruktionen oder ein fehlendes Unterdach.

Bei einem Einsatz von beiden Technologien könnten auf bestehenden Dächern und Infrastrukturanlagen je ein Drittel des Wärme- und Strombedarfs aus Solarenergie produziert werden.